
Die richtige Kruste erzielen: Warum wir MWIR-Lampen verwenden
Wenn Sie schon einmal Stunden damit verbracht haben, einen Laib Brot perfekt zu formen – nur um am Ende eine Kruste zu erhalten, die etwas zu dunkel ist – oder schlimmer noch, verbrannt ist – dann wissen Sie, wie schwierig es ist, die Temperatur genau unter Kontrolle zu halten. Ein kleiner Fehler, ein Grad Unterschied – und Ihre goldbraune Kruste ist ruiniert.
Deshalb verzichten wir nicht mehr auf Luft und Heizelemente. Stattdessen verwenden wir MWIR-Heizlampen. Diese senden keine warme Luft aus, sondern Strahlung direkt in den Teig. Es handelt sich dabei um eine andere Art von Wärme – eine direkte Wärme.
Das Geheimnis: Wellenlängen
Diese Lampen sind auf einen bestimmten Wellenlängenbereich eingestellt (2,0 bis 3,0 Mikrometer). Warum? Weil genau dort Wasser sowie organische Stoffe im Teig Energie aufnehmen können. Das Ergebnis ist eine schnellere Erwärmung des Teigs sowie eine bessere „Springkraft“, wenn der Laib in den Ofen kommt. Zudem ermöglicht die Strahlungswärme eine sofortige Anpassung der Leistung. Man muss sich nicht mit dem lästigen thermischen Verzögerungseffekt beschäftigen, wie er bei herkömmlichen Heizelementen auftritt. Wenn man die Leistung reduziert, hört das Heizen sofort auf.
Technische Details
Im Inneren befinden sich Wolframfilamente, die in hochreinen Quarz eingewickelt sind. Wir verwenden hochwertiges Material, damit die Lampen nach tausendfachem Erhitzen und Abkühlen nicht deformieren. In den meisten unserer Geräte werden R7- oder Sk15-Anschlüsse verwendet. Sie sind einfach zu handhaben und passen problemlos in die meisten Industrieöfen.
Ein wichtiger Hinweis: Achten Sie auf die Verkabelung. Wenn Sie diese Lampen über lange Kabel mit dünnen Adern anschließen, kommt es zu Spannungsabfällen. Dadurch geht Leistung verloren, die Temperaturen schwanken, und die Qualität des Brotes leidet. Verwenden Sie daher Kabel mit der richtigen Dicke.
Das Gleichgewicht finden
Diese Lampen liefern eine enorme Menge an Wärme in einem kleinen Raum. Das ist großartig, um eine schöne, braune Kruste zu erzielen – doch für die PID-Steuerungen kann das zu viel sein. Wenn die Sensoren an der falschen Stelle platziert sind, entstehen heiße Stellen im Teig. Es geht dabei darum, die intensive Strahlungswärme mit der Geschwindigkeit des Lüfters in Einklang zu bringen. Andernfalls verbrennt die Außenseite des Brots, während der Innenanteil noch weicher Teig ist.
Es dauert etwas Zeit, bis alles richtig eingestellt ist – aber sobald das der Fall ist, ist das Ergebnis wirklich fantastisch.